Flug vom Vulkan Corazon

 

grafik_inca grafik_inca Der Corazon, (span. Herz, 4790 m) liegt in der Ostkette der ecuadorianischen Anden südlich von Quito. Leicht zu besteigen, gewährt er bei gutem Wetter einen eindrucksvollen Blick von der Hochebene hinunter in Richtung Pazifik oder auf den Cotopaxi (topografische Ecuador-Karte). Gute Start- und Landemöglichkeiten, aber anspruchsvolle Windbedingungen, Gipfel oft in Wolken.

 

 

Der Corazon bei Sonnenuntergang, betrachtet vom Schlafplatz am Kraterrand des Rumiñahui aus. Der Startplatz liegt unterhalb des kuppelartigen, felsigen Gipfelaufbaus auf ca. 4000 m im weichen Ichugras. Gipfelstarts sind durchaus möglich, da der Gipfel aus feinerem Geröll besteht und abgeplattet ist. Problem sind die Wolken und Windgeschwindigkeiten > 40 kmh.

 

Blick unterhalb des Gipfels hinab nach Westen, dem Pazifik entgegen nach den 1600 m Aufstieg. Der Westabhang der Anden ist hier feuchttropisch, wildbewachsen. Weder von der West- noch von der Ostkette der ecuadorianischen Anden kenne ich einen Berg von dem aus der Flug von der Hochebene herab angenehm möglich wäre.

 

Blick vom Startplatz auf 4000 m in Flugrichtung nach Ostnordost. Bis 3400 m darf man, bis 4000 m kann man mit dem Auto fahren, 4WD empfehlenswert. Es gab auch von Einheimischen schon viele Flüge hier herunter. Unten liegen Machachi und Aloasi auf jeweils einer Seite der Panamericana. Landung ist auf den Feldern von Aloasi (guter Busanschluss) 1000 m weiter unten. Links im Bild der breite Hügel ist der Pasachoa (auch bereits beflogen, aber wenig empfehlenswert), rechts weiter hinten am Bildrand der felsige Sincholagua und noch weiter hinten mittig, der schneeweisse Gipfel des Antisana. Start abgesehen vom Wind leicht. Soaren nur dicht am Vulkan möglich. Die eigene Flugvorhaltung war Südost, nach Norden blies der stetige 40 kmh Südwind schon von alleine, halber mit dem Wind erreichte der Schirm laut Geko gewöhnungsbedürftige 80 km/h.
Es endet wie beim fliegenden Robert: Nach Verlassen der Aufwindzone dicht am Vulkan, unterschätze ich die Abwinde die sich durch den Südwind nach Umfliessen des Vulkans nordöstlich am Kegelfuss bilden, der Wind treibt mich in ein Eukalyptuswäldchen hinein und ich bin Minuten später zu verärgert und verdutzt, um von der ersten Baumlandung meines Lebens ein Foto aufzunehmen.

 

 

----------------------------------------------- Mit dem Gleitschirm über den Inka-Straßen -----------------------------------------------