Inti Raymi in San Juan

 

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Das Sonnenfest der Inka bei den Indios von San Juan und Umgebung, ein kleines Dorf nahe bei Otavalo. Wesentlich einfacher und wilder als das grosse touristisch inszenierte Spektakel in Cusco. Das Fest findet zur Zeit der Sonnenwende in den letzten Juni-Wochen statt. Es kann sich über mehr als eine Woche hinziehen. Ursprünglich diente es dazu, die zu dem Zeitpunkt ferne Sonne gütig zu stimmen, dass sie wieder zurückkehre.

 

 

Von einer Gras-Tribüne vor der Dorfkirche können alle Dorfbewohner den zum Teil ziemlich wilden Tänzen der Gruppen zuschauen. Manche tragen Holzbalken mit Früchten und lebendigen Hühnern als Erntedank-Zeichen. Überall stehen Zuckerbäcker, die die frischgepresste Zuckerrohrmelasse immerfort um einen Stab schlagen und so daraus eine schaumige Süssigkeit machen. Viel Süssigkeiten, viel Essen und am allermeisten Trinken. Auf der Gras-Tribüne purzelte mir holterdipolter ein 70-80 Jahre altes Indio-Grossmütterchen volltrunken entgegen. Es hörte nicht zu purzeln auf, bis es auf der Wiese war. Dort schaute es benommen immer wieder um sich, bis es nach einer halben Stunde wieder die Tribüne hinaufkletterte... .

Das eigentliche Ritual findet dann für jede Tanzgruppe in der Kirche statt. Wieder eine der witzigen Vermengungen der Religionen, vielleicht aber auch die einzige Möglichkeit, wie christliche Religion für die Hochlandbewohner hier sinnvoll sein kann... .

 

 

----------------------------------------------- Mit dem Gleitschirm über den Inka-Straßen -----------------------------------------------