Flug vom Vulkan Rumiñahui

 

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Rumiñahui ( Quechua: Felsgesicht,), war der Name eines Generals von Atahuallpa, ein Kitukara, der vergebens versuchte seine Stadt gegen die Spanier zu verteidigen. Immerhin behielt die Stadt den Namen der ursprünglichen Bewohner (Kitu) bei. Der 4720 m hohe Vulkan südöstlich von Quito ist der direkte kleine Nachbar des Cotopaxi in der Ostkette der ecuadorianischen Anden. Er ist schon lange nicht mehr aktiv und erodiert sehr stark. Sein Krater ist halboffen, zum Teil dicht überwuchert, oder als fruchtbare Anbaufläche genutzt. Wie alle höheren Vulkane wird sein Gipfel von heftigen Winden heimgesucht. Daher kein leichter Flugberg, aber er ermöglicht mit dem Anstieg von Südwesten, von der Laguna Limpiopungo her eine elegante fliegerische Durchquerung des Cotopaxi-Nationalparkes (topografische Ecuador-Karte).

 

 

Der Rumiñahui links neben dem Cotopaxi, vom Corazon aus gesehen. Von den drei Gipfeln des halboffenen, dunklen Kraters ist der linke der Hauptgipfel. Der Flug ist auf der von uns aus gesehen abgewandten Seite des Kraters, er beginnt knapp unterhalb des Hauptgipfels und geht bei starkem Südwestwind nach links (Norden) entlang des Felsausläufers.

 

Startplatz auf 4500 m. Man sieht, es gibt unten genügend Notlandeplätze. Der Start ist vielleicht nicht ganz leicht, wegen des starken Windes von 30 - 40 km/h, und er ist, wie so oft auf den unbedeutenderen Gipfeln, eine sehr einsame Angelegenheit. Insgesamt waren es vier Versuche an diesem Vulkan, einer davon im Kraterinneren, zwei mit heftigen Hagelschauern Anfang Mai, bis schliesslich ein Start gelang. Mit Aufstieg ist es jedes Mal eine kleine ZweiTages-Unternehmung.

 

Flugweg an der Felswand entlang, an der am Abend zuvor noch zwei Kondore stundenlang gleiteten. Der Südwestwind hält den Schirm dynamisch oben, bis man 4.5 km weiter nördlich landen kann auf den oberen Wiesen des Dörfchens Santa Ana. Manche nennen es auch Tambopaxi, nach einer Herberge in der Nähe. In das Dorf hinab zu fliegen wäre wegen des starken Windes eine turbulente Angelegenheit geworden. Von Santa Ana aus gibt es eine Strasse mit Fahrrmöglichkeit nach Machachi, von dort per Bus alle fünf Minuten überallhin.

 

 

----------------------------------------------- Mit dem Gleitschirm über den Inka-Straßen -----------------------------------------------