Flüge im Huancabamba-Tal

 

grafik_moche grafik_moche Huancabamba ( Quechua: huanca = Fels, bamba = Ebene), ist sowohl Name des Flusses als auch des größten Ortes in seinem Tal im abgelegenen nördlichsten Departamentos Piura von Peru. Erster Endpunkt der West- Ostquerung des Andenhauptkammes von Ayabaca an der ecuadorianischen Grenze herkommend.

Sehr thermisches, schönes Fluggebiet. Etwas abgelegen, alle Aufstiege zu Fuß, aber mindestens zwei schöne Startplätze und im oberen Huancabamba-Tal ausreichend Landeflächen. (Siehe auch die Karte in Google Earth: Huancabamba. ) Ganzjährig fliegbar (ich gehe einfach von den Gesprächen mit Einheimischen aus) Klima das ganze Jahr über mild, nie ganz trocken. Falls ihr hier herkommt, bei Jorge und Marita vorbeischauen, die haben hier einen Internet-Shop und freuen sich immer sehr über Besucher ferner Länder www, huancabamba.

Flugmöglichkeiten:
1) Huitiligung, 2450 m, Aufstieg 1 Stunde zu Fuß, Start leicht, Flug thermisch, Landung 1850 m Sportplatz nahe dem Fluss oder Felder außerhalb weiter flussabwärts.
2) Monte Saquir, 2950 m, mit Sammeltaxi nach Mitupampa, von dort 1 Stunde zu Fuß, Tempel des Jaguars. Start bei Ostwind ok, Flug thermisch, Landung Sondrillo 1950 m.

 

 

Huancabamba, Plaza de Armas. Im Hintergrund der Huitiligung, nächstbester Startplatz. Vor fünf Jahren sind hier einmal einige Limeños hier geflogen und fanden zu wenig Aufwinde vor. Ich fand es dagegen wunderschön, sehr thermisch, eher anspruchsvoll, beim dritten Flug ist mir ein heftiger Klapper unterlaufen und ich musste im örtlichen Friedhof notlanden, grad passend für die ewige Ruhe, aber so weit ist es noch nicht.

 

Startplatz Huitiligung, ab elf Uhr ausreichende Thermik zum Soaren.

 

Flug über Huancabamba

 

VIP-Lounge, Huancabamba international Airport

 

Blick auf Monte Saquir während des Aufstiegs über seine Rückseite von Mitupampa (= Schlamm Ebene, quetch.) her .

 

Tempel der Jaguare, ein Prä-Inka Relikt. Er liegt zweihundert Meter unterhalb des Gipfels. Archäologen spekulieren, dass das Blut der Tiere vom Gipfelalter über eine Rinne bis hierher fließen musste, um wirksam zu sein. Falls es vorher auf dem Wege gerann war das Opfer vergebens.

 

Flug vom Monte Saquir ins Huancabamba-Tal. Unten verläuft noch ein Rest Inka-Straße nach Sondrillo.

 

Sondrillo von oben

 

Welcome-Committee Sondrillo. Schon Alexander v. Humboldt hat hier übernachtet, aber er kam zu Fuß... In seinen Reiseaufzeichnungen geißelt er die selbstherrliche lokale Regierung der Gouverneure: "Als wir in Sondorillo übernachteten, gab es Krieg mit den Indios des Dorfes, die uns die Maultiere stahlen. Sie versteckten sich im Wald. Als wir sie aufspürten, flohen sie und ließen die Mulas zurück. [...] Einst, sagt man, sei dieser Landstrich blühend und bevölkert gewesen. Man fragt sich nach dem Grund der Verödung.[...] Der wahre Grund ist, dass eine schlechte Regierung stets am meisten auf die bedürftigsten Klassen drückt, die am wenigsten imstande sind, sich zu wehren, und dass die Bedrückungen nirgends größer waren als hier, östlich der Kordillere."

 

Und so ging es weiter flussabwärts ...

 

 


----------------------------------------------- Mit dem Gleitschirm über den Inka-Straßen -----------------------------------------------